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Liebe Leserinnen und Leser,

die COLUMBA-Sommerausgabe ist da und ich hatte so sehr gehofft, Ihnen schreiben zu können, dass endlich ein bisschen weniger Krise und Leid auf dieser Welt sind. Wo es doch in vielen Familien ohnehin schon genug Sorgen und Nöte durch die Begleitung oder gar den Verlust eines schwer kranken Angehörigen gibt.

Und auch wenn immer wieder versucht wird, das Netz der Betreuung und Entlastung so eng und tragend für die betroffenen Familien zu spannen, hat man gelegentlich das Gefühl, dass es dennoch Institutionen gibt, die gerne mal mit der Schere an den Netzmaschen herumschnippeln, um die ohnehin schon fragile Situation noch ein wenig instabiler werden zu lassen.

So ging es mir vor kurzem mal wieder im Telefonat mit einer Krankenkasse, die bei einer schwer kranken Patientin mit hohem Leidensdruck und viel nächtlicher Not es nicht für nötig erachtet hatte, die Intensität der Betreuung mit täglicher Erreichbarkeit, 24-stündiger Kriseninterventionsbereitschaft, psychosozialer Begleitung und … und … und … anzuerkennen und allen Ernstes meinte, gelegentliche Kontakte würden doch ausreichen, um der betroffenen Familie Sicherheit zu geben.

Offen gesagt, und bitte entschuldigen Sie jetzt meine direkte Wortwahl, widern mich solche Schreibtischentscheidungen zunehmend an, denn kein Patient begibt sich freiwillig in eine solche Notsituation oder wird von sich aus bewusst gerne krank. Als sei es nicht genug, dass das Leben ab der Diagnosestellung massiv eingeschränkt wird, kommen dann auch noch bürokratische Hürden dazu, die die Versorgung massiv einschränken.

Ich kann nur inständig hoffen, dass dann doch irgendwann wieder Verständnis und Bewusstsein für die Patienten in den Köpfen der Kostenträger aufkommen - in dem Wissen, dass wir alle nur dieses eine Leben haben und keiner unserer kranken und zu versorgenden Patienten dies wahrlich fahrlässig behandelt.

Es könnte vieles so viel einfacher sein, wenn Empathie nicht nur ein schönes Wort, sondern tatsächlich Teil unseres Lebens wäre.



Herzliche Grüße aus Bamberg
Ihr

Dr. Jörg Cuno

Palliativmediziner und Initiator des Palliativ-Portals

 

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